Die Herausforderung für Arbeitgeber

Die Herausforderungen für Arbeitgeber


Was waren das noch für Zeiten, als man auf dem Arbeitsmarkt noch über genügend qualifizierte Fachkräfte verfügen konnte. Eindeutig vorbei sind aber diese Zeiten, in denen man sich keine großen Gedanken über den Verlust einer wertvollen Arbeitskraft machen musste. In einer Zeit aber, in der es immer schwieriger wird, Leistungskräfte auszutauschen, kommt deshalb der aktiven Fürsorge eine immer zentralere Rolle zu. Es ist an der Zeit, dass dem Mitarbeiterbestand die gleiche Wertschätzung für den Unternehmenserfolg zukommt, wie dies beim klassischen Betriebsvermögen (z.B. dem Fuhr- und Maschinenpark, der EDV-Anlage oder den Betriebsimmobilien) immer schon selbstverständlich war.

Verdiente Fach- und Führungskräfte, die Gruppe der unverzichtbaren Leistungsträger, sind nämlich heute das wahre „Human Capital“ des Unternehmens, das den Unternehmenserfolg nachhaltig und entscheidend beeinflusst. Daher wird langfristig nur das Unternehmen die besten Chancen haben, weiter zu wachsen und dabei auf eine genügend große Anzahl von hochqualifizierten und motivierten Mitarbeitern zurückgreifen zu können, das bereit ist, in diese frühzeitig zu investieren.

Dabei wird sich der Kampf um Talente in zwei Phasen bemerkbar machen:

1.  Ein leergefegter Arbeitsmarkt zwingt zur Fokussierung auf die vorhandene Belegschaft. Neueinstellungen werden immer schwerer zu bewerkstelligen sein. Dies gilt zunehmend schon heute! Trotz Zuzugs von Fachkräften aus den Mittelmeer-Ländern! Wer dann aber auf die wirklichen Interessen seiner Belegschaft nicht eingeht, sie nicht weiterentwickelt und motiviert, wird im „War of Talents“ keine Chancen haben!

2.  In der nächsten Phase dieser absehbaren Entwicklung des „War of Talents“ wird man sich zunehmend auch auf Abwerbungen durch den Wettbewerb einstellen müssen.

Wer darum nicht schon heute effiziente Vorsorge trifft und drohenden Fluktuations- und Abwerbungstendenzen entgegenwirkt, wird zunehmend angreifbar und wird sein Potenzial, weiter wirtschaftlich bestehen und wachsen zu können, verspielen.

Je frühzeitiger auf betrieblicher Seite vor allem finanzielle Schutzpolster ermöglicht werden, umso flexibler können drohende Ausfälle von Leistungsträgern im Unternehmen flankiert oder kompensiert werden.

Gefragt sind dabei aber insbesondere finanzielle Anreizsysteme, die sich nicht negativ auf die Bilanz und das Ergebnis des Unternehmens auswirken.