Unsere Antwort

 

Unser zentrales Thema:Work Life Balance
Ihre Work-Life-Balance


In den letzten Jahrzehnten ist es zu einer immer stärkeren Durchmischung von Zeiten der Arbeit, für Weiterbildung und für die Privatsphäre gekommen. Einzig der Übergang vom Arbeitsleben in den Ruhestand ist weiterhin starr geregelt und bildet die veränderten Realitäten nicht mehr ab. Die zweifellos notwendige Diskussion darüber wird aber aus einem falschen Blickwinkel geführt: Die Alterung wird alleine als Gefahr für Besitzstände und für die bestehenden Systeme, vor allem der Sozialversicherung, begriffen. Überfällig ist aber die Diskussion, wie wir solche Systeme angesichts des demografischen Wandels verändern und den Wandel als Chance für eine alternde Gesellschaft begreifen können.

Dazu müssen wir zunächst begreifen, wie sehr sich unser Leben zeitlich verlängert hat. Wobei wir aber nicht nur ein längeres, sondern vor allem auch ein länger gesundes Leben erwarten können. Darum sollten wir uns von dem Gedanken verabschieden, dass mit der steigenden Lebenserwartung sich auch die Zeit der Senilität verlängert. Forschungen des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung in Rostock haben genau das Gegenteil ergeben. Dadurch wäre es nur folgerichtig, die Altersgrenze der sich steigernden Lebenserwartung anzupassen oder die strikte Trennung gleich ganz aufzugeben. Und dies keineswegs nur zur Finanzierung der bestehenden Sozialsysteme.

Denn was soll aus einer Gesellschaft werden, in der ein immer größer werdender Teil der Bevölkerung ab 67 für die nächsten etwa 20 Jahre aus dem aktiven Leben verbannt wird? Eine volkswirtschaftliche und menschliche Katastrophe!

Überlassen wir deshalb doch die Entscheidung über die Ausgestaltung des Übergangs vom Arbeitsleben in den Ruhestand unseren rüstigen Mitbürgern selbst. Lassen wir ihnen die Möglichkeit, weiter am Arbeitsprozess teilzuhaben. Geben wir ihnen das gute Gefühl des „gebraucht Werdens“ durch die Anerkennung ihrer Leistung. Damit lösen wir nicht nur ein Stück des aus dem demographischen Wandel entstandenen Problems des Fachkräftemangels, sondern ermöglichen auch noch Vielen, ein reiches und erfülltes Leben bis ins hohe Alter zu erleben.

Auch die traditionelle Aufteilung des täglichen Lebens in drei voneinander horizontal getrennte Bereiche (Lernen – Arbeit – Privatsphäre) wird dann zwangsläufig verschwinden. Künftig werden wir länger arbeiten, dafür aber mit flexiblen Wochenstunden und mit der Möglichkeit von zeitlichen Unterbrechungen. Das Gleichgewicht zwischen den Bereichen, die ansonsten miteinander kollidieren müssten, wäre möglich und damit die Sicherstellung einer echten Work-Life-Balance!

Auch die Wirtschaft wird erhebliche Vorteile von diesen Veränderungen haben. Die in einem langen Berufsleben gesammelte wertvolle berufliche Erfahrung bliebe dann den Unternehmen viel länger erhalten und könnte gezielter an jüngere Mitarbeiter weitergegeben werden. Dazu müssten die Unternehmen allerdings auch dem steigenden Bedarf ihrer Arbeitnehmer entgegenkommen, flexibel auf wechselnde Lebenssituationen reagieren zu können. Dies wäre alleine schon dadurch möglich, indem man beispielsweise Vollzeitstellen zunehmend in Teilzeitstellen umwandelt. Zumal der Staat dies bereits heute mit Maßnahmen wie Arbeitszeitkonten und damit verbunden steuerlichen Anreizen flankiert. Sie sollten nur endlich vermehrt genutzt werden!

Wir in der INTRECO sehen es als unsere Aufgabe an, diesen Wandel, der längst begonnen hat, zu begleiten und zu fördern. Indem wir helfen, betriebliche Systeme zu implementieren, die es dem Arbeitnehmer ermöglichen, entweder mit vorab geleisteter Mehr-Arbeitszeit oder aber durch Lohnverzicht Dauer und Intensität seines Arbeitslebens flexibel zu gestalten.

 

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