Der Vermögensaufbau

Brutto-Sparen und Netto-Sparen im Vergleich


Auf der Grundlage der "nachgelagerten Besteuerung" profitiert grundsätzlich jeder beim Vermögensaufbau. Nicht nur die Nettovergütung nach Steuern, sondern die Bruttovergütung vor Steuern wird angelegt, so dass der darin enthaltene Steueranteil über den Zinseszinseffekt mit zur Steigerung der Anlagerendite beiträgt. Die im Anlagevermögen („Wertguthaben“) enthaltenen Steuern selbst werden nämlich erst beim Zufluss des Wertguthabens zur Zahlung fällig.

Während beim Netto-Sparen (also dem Vermögensaufbau aus bereits versteuertem Einkommen) nur das Netto-Einkommen zur Verfügung steht, werden somit beim Brutto-Sparen auch Erlöse aus den noch nicht gezahlten Steuern erzielt. Durch den damit verbundenen Zinseszinseffekt wächst das Brutto-Sparvermögen schneller als beim Netto-Sparen nach Steuern. Dieser Vorteil gegenüber dem Netto-Sparen verstärkt sich noch, wenn die Erträge aus bereits versteuertem Einkommen wiederum mit Ertragssteuern belastet werden.

Besonders dann, wenn die Einkommensteuersätze im Zeitpunkt der Auszahlung niedriger sind als zum Zeitpunkt der Umwandlung, entsteht ein unaufholsamer Vermögensvorteil.

Für jeden Teilnehmer gilt, dass er beim Brutto-Sparen in ein Life-Balance-Depot Teile seines Einkommens für die Zukunft absichert und so unabhängiger wird gegenüber unvorhersehbaren Wechselfällen des Lebens!

Niemand kann in die Zukunft schauen. Wie schön, wenn man da genügend finanzielle Polster hat bilden können, die einen in jedem Fall weich fallen lassen.


Die rechtliche Grundlage der nachgelagerten Besteuerung:

Das steuerliche Zuflussprinzip


Zitat aus dem Urteil des FG Düsseldorf vom 21.03.2012 (4 K 2834/11 AO):

"Nach § 38 Abs. 2 Satz 2 EStG entsteht die Lohnsteuer in dem Zeitpunkt, in dem der Arbeitslohn dem Arbeitnehmer zufließt. Ein Zufluss von Arbeitslohn tritt mit der Erlangung der wirtschaftlichen Verfügungsmacht ein. Das ist in der Regel der Zeitpunkt des Eintritts des Leistungserfolgs oder der Möglichkeit, den Leistungserfolg herbeizuführen (Bundesfinanzhof - BFH -, Urteil vom 3. Februar 2011 VI R 66/09, BFHE 232, 497). Geldbeträge fließen einem Steuerpflichtigen regelmäßig dadurch zu, dass sie bar ausgezahlt oder einem Konto des Empfängers bei einem Kreditinstitut gutgeschrieben werden (BFH, Urteil vom 3. Februar 2011 VI R 4/10, BFHE 232, 501). Eine Gutschrift in den Büchern des Verpflichteten kann einen Zufluss bewirken, wenn in der Gutschrift nicht nur das buchmäßige Festhalten einer Schuldbuchverpflichtung zu sehen ist, sondern darüber hinaus zum Ausdruck kommt, dass der Betrag dem Berechtigten von nun an zur Verfügung steht. Allerdings muss der Gläubiger (hier: Arbeitnehmer) in der Lage sein, den Leistungserfolg ohne weiteres Zutun des im Übrigen leistungsbereiten und leistungsfähigen Schuldners (hier: Arbeitgeber) herbeizuführen (BFH-Urteil in BFHE 232, 501). Da sich die Erlangung der wirtschaftlichen Verfügungsmacht nach den tatsächlichen Verhältnissen richtet, kann ein Zufluss nicht fingiert werden (BFH-Urteil in BFHE 232, 501)."